Das Werk Wilhelm Lehmanns

In den fünfziger und sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts galt Wilhelm Lehmann neben Gottfried Benn, Bertolt Brecht und dem Lehmann nah befreundeten Oskar Loerke als der bedeutendste deutschsprachige Lyriker. Sein Werk wirkte schulbildend, Elisabeth Langgässer, Günter Eich und Karl Krolow schrieben unter seinem Einfluss, heute erinnern an ihn Autoren wie Harald Hartung, Wulf Kirsten, Hans Dieter Schäfer, Heinrich Detering und Lutz Seiler.

Lehmann fing an als Erzähler. Seine Romane „Der Überläufer“ (1927) und „Der Provinzlärm“ (1930) verdienen besondere Beachtung. Es folgt ein im deutschen Sprachraum singuläres „Bukolisches Tagebuch“ (1927-32), das an das Nature Writing der angelsächsischen Welt anschließt. Seit 1930 beginnt ein reiches lyrisches Werk, das zunehmend von poetologischen Essays begleitet ist.

Mit dem letzten Band der Essays ist die neue Gesamtausgabe der Werke Lehmanns in acht Bänden abgeschlossen. (Stuttgart: Klett-Cotta 1982 - 2009)

Gesammelte Werke in acht Bänden.

Hrsg. in Verbindung mit der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz und dem Deutschen Literaturarchiv in Marbach a. N. von Agathe Weigel-Lehmann, Hans Dieter Schäfer, Reinhard Tgahrt u. Bernhard Zeller.
Stuttgart: Klett-Cotta 1982–2009.
http://www.klett-cotta.de/autor/Wilhelm_Lehmann/166

  • Bd. 1: Sämtliche Gedichte. Hg. v. Hans Dieter Schäfer. 1982.
  • Bd. 2: Romane I. Der Bilderstürmer. Die Schmetterlingspuppe. Weingott.. Hg. v. Jochen Meyer. 1984.
  • Bd. 3. Romane II. Der Überläufer. Hg. v. Uwe Pörksen. Komm. v. Wolfgang W. Menzel u. Uwe Pörksen 1989.
  • Bd. 4: Romane III. Der Provinzlärm. Hg. v. Klaus Weissenberger. 1986.
  • Bd. 5: Erzählungen. Hg. v. David Scrase u. Reinhard Tgahrt. 1994.
  • Bd. 6: Essays I. Hg. v. Wolfgang W. Menzel nach Vorarbeit v. Reinhard Tgahrt. 2006.
  • Bd. 7: Essays II. Hg. v. Wolfgang W. Menzel nach Vorarbeit v. Reinhard Tgahrt. 2009.
  • Bd. 8: Autobiographische und vermischte Schriften. Hg. v. Verena Kobel-Bänninger. 1999.

Wilhelm Lehmann hat auch einen umfangreichen Briefwechsel hinterlassen. Von herausragender Bedeutung ist der Gedankenaustausch mit Werner Kraft zwischen 1931 und 1968. In zwei Bänden wurden die Briefe herausgegeben von Ricarda Dick als Veröffentlichung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung Darmstadt im Wallstein-Verlag, Göttingen 2008.

  • Bd. 1 Werner Kraft - Wilhelm Lehmann Briefwechsel 1931 -1953
  • Bd. 2 Werner Kraft - Wilhelm Lehmann Briefwechsel 1954 -1968

Die erste Gesamtausgabe von 1962

Sämtliche Werke. Drei Bände. Gütersloh: Mohn 1962.

  • Bd. I: Romane und Erzählungen [1].
  • Bd. II: Romane und Erzählungen [2]. Autobiographisches und Bukolische Tagebücher.
  • Bd. III: Essays. Gedichte.

Übersetzungen

  • "Rudyard Kipling - Kleine Geschichten aus den Bergen", 1925
  • "Rudyard Kipling - In Schwarz und Weiß", 1926
  • "Rudyard Kipling - Drei Soldaten", 1934

Herausgebertätigkeit

  • "MacDonald - Fairy Tales", 1913
  • "Theodor Storm - Meistererzählungen", 1956
  • "Moritz Heimann, Einführung in seine Werke und Auswahl", 1960