Wilhelm-Lehmann-Tage 2014

Freitag, 9.Mai 2014 Mitgliederversammlung


Die aktuelle Besetzung des Vorstands der Wilhelm-Lehmann-Gesellschaft bei der Mitgliederversammlung am 09. Mai 2014 (von links nach rechts): Prof. Dr. Uwe Pörksen (Freiburg; Beisitzer); Karl-Heinz Groth (Goosefeld; Beisitzer), Dr. Wolfgang Menzel (Karlsruhe; stellvertretender Vorsitz), Beate Kennedy (Windeby; Vorsitzende), Dr. Adolf Nottrodt (Eckernförde; Kassenwart); Dietrich Fröhler (Windeby; Schriftführer), Dieter Schütz (Kiel; Beisitzer), Jutta Johannsen (Kiel; Beisitzerin).

Nach der Mitgliederversammlung

Das Thema der diesjährigen Wilhelm-Lehmann-Tage:

Lehmann und der Krieg

Der Abend

Schülerinnen und Schüler des 12. Jahrgangs der Jungmannschule Eckernförde zeigten eine Performance in Form einer szenischen Text-Bild-Ton-Collage, die einen Vergleich von Textaussagen zum Ersten Weltkrieg unternahm, wie sie sich in den Romanen „Der Überläufer“ von Wilhelm Lehmann und „In Stahlgewittern“ von Ernst Jünger finden. Betreut von Frau Kateryna Kharytych: Jonas Berg, Luca Siegel, Malte Maaß, Farina Neißler. Die Performance hinterließ einen tiefen Eindruck bei den Zuschauern.

Es folgten zwei Vorträge:

  • Dr. Wolfgang Menzel: Wilhelm Lehmann und der Kriegsroman der 20er Jahre
  • Prof.Dr. Uwe Pörksen: Ernst Jüngers Erlebnis des Krieges und Wilhelm Lehmanns Verweigerung

Sonnabend, 10.Mai

Musikalische Einleitung durch die sechzehnjährige Violinistin Marit Behnke, Schülerin der 11. Klasse des Ernst-Barlach-Gymnasiums in Kiel und Mitglied im Landesjugendorchester Schleswig-Holstein.

Grußworte zum 10jährigen Bestehen der WLG

Bürgermeister Jörg Sibbel (li.) überbrachte die Glückwünsche der Stadt und würdigte die Bedeutung der Wilhelm-Lehmann-Gesellschaft für das kulturelle Leben in Eckernförde. Im Namen der Fördesparkasse und der Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein überreichte Caje Petersen den symbolischen Scheck(Mi.) Auch der Verfasser der großen Lehmann-Biographie, Prof. em. der University of Vermont, David Scrase, beglückwünschte die Gesellschaft zu ihrem 10jährigen Bestehen (re.)

Buchvorstellung

Anstelle einer neuen Ausgabe der Reihe "Sichtbare Zeit" erschien ein Auszug des Romans "Der Überläufer", im Auftrag der WLG herausgegeben und kommentiert von Wolfgang Menzel, mit einem Geleitwort von Günter Kunert, der auch das Umschlagbild zur Verfügung stellte.
Die Kapitel zu Krieg und Gefangenschaft machen Lehmanns Werk zum radikalsten Antikriegsroman der deutschen Literatur, - und eines der wenigen Bücher, die eine Desertion thematisieren, wird mit dem vorliegenden Auszug neu zugänglich gemacht.
Unterstützt wurde die Ausgabe durch die Bertha-von-Suttner-Stiftung (Dortmund)
Als Nr.27 hat der Verleger Helmut Donat (Bremen) das Buch in seine Schriftenreihe "Geschichte & Frieden" aufgenommen und selbst zusammen mit Wolfgang Menzel in Eckernförde vorgestellt.

Ann Cotten

Die dritte Preisverleihung geht an die in Berlin lebende, in Iowa geborene, in Wien aufgewachsene Dichterin mit literaturwissenschaftlichem Hintergrund Ann Cotten. Als Laudatorin hob die Literaturwissenschaftlerin und Moderatorin der "Kulturzeit" in 3sat, Ina Hartwig (li.) hervor:

Ann Cotten ist ein Glückskind – auch wenn sie nicht so schreibt. Ihre Sachen sind nämlich auf den ersten Blick ziemlich störrisch. Nennen wir sie versuchsweise ein störrisches Glückskind.
Es geschieht nicht allzu oft, dass sich im zähen Fluss des Kritikerdaseins dieser Kick einstellt. Man liest ein paar Zeilen und spürt sofort: Das ist neu. Das ist gut. Man will wissen, wer das geschrieben hat. So erging es mir, als ich die „Fremdwörterbuchsonette“ in die Hand bekam.
Pippi Langstrumpf hat einmal eine Pille geschluckt, um nicht groß werden zu müssen; und auch Ann Cottens Figuren schlucken, nicht nur im übertragenen Sinne, Pillen. Sie sehnen sich sehr nach der Unbestimmtheit, weil darin die Freiheit schlummert und die Schönheit. Es ist tatsächlich verblüffend, mit welcher geradezu reinen Bereitschaft die Autorin, die doch aus der Wiener Schule der Sprachskepsis kommt, die Schönheit sucht, beschwört und feiert.
Ihre Figuren köcheln auf dem „Gas der Jugend“, wie es über den wertvollen Rohstoff in einer Erzählung aus dem „Schaudernden Fächer“ heißt. Diese Figuren leben in der Gegenwart, aber fühlen wie ihre Vorgänger. Ja, dem Gerede von der Entzauberung setzt Ann Cotten einen schönen Trotz entgegen. Einen Trotz, der sich nicht im Verlorenen einrichtet.

Die Lesung aus ihren Werken am Abend ging über in ein angeregtes Gespräch mit den Zuhörern, in dem auch die poetologische Kompetenz der jungen Autorin eindrucksvoll sichtbar wurde.

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$GLOBALS['TL_CONFIG']['displayErrors'] = true;

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