2007

Ruhm des Daseins. Roman. Zürich: Manesse-Verlag 1953. Stadtarchiv Eckernförde Inv. Nr. A 55-203 (unten)

Sonderausstellung 2007


Wilhelm Lehmann (1882 bis 1968) -
Dichter, Essayist, Lehrer in Eckernförde

Am 4. Mai 2007 wäre der in Puerto Cabello in Venezuela geborene Schriftsteller Wilhelm Lehmann 125 Jahre alt geworden. Lehmann lebte rund 45 Jahre in Eckernförde und schuf in diesen Jahren den Großteil seines umfangreichen Werkes aus Romanen, Erzählungen, Gedichten und Essays. Aus diesem Grund sieht es das Museum Eckernförde als seine Aufgabe an, dem Dichter wenigstens eine kleine Ausstellung einzurichten, die den Blick auf diesen sicher zu Unrecht fast vergessenen Literaten richten soll. Unterstützung fand das Museum in der Wilhelm-Lehmann-Gesellschaft, die ihren Sitz in Eckernförde hat und in diesem Jahr, am 4. und 5. Mai, die zweiten Lehmann-Tage mit Lesungen, Vorträgen usw. veranstaltet.

Die Ausstellung konzentriert sich auf den Menschen Lehmann und bietet Biographisches zu seiner Ausbildung und Lehrertätigkeit, zu seinen Auszeichnungen und wirft dann Blicke auf seine literarische Arbeit – Gedichte und Romane, die zum Teil auf Eckernförde und Lehmanns Leben in dieser Kleinstadt Bezug nehmen: eine besondere Rolle spielt dabei der Roman "Provinzlärm", der in den späten zwanziger Jahren an der Schule spielt, an der Lehmann 1923 als Studienrat eingestellt wurde. Aus verschiedenen Gründen erschien das Buch erst 1953 unter dem Titel "Ruhm des Daseins".

Die Präsentation der Werkauswahl wird begleitet von Manuskripten, Entwürfen, Ideenskizzen, Notizen, Maschinenskripten und verworfenen Blättern, die Einblick geben in die Arbeit eines Schriftstellers. Aus konservatorischen Gründen – blaue Tinte ist äußerst lichtempfindlich – konnten nur wenige Originale, dafür aber umso mehr Kopien aus dem Deutschen Literaturarchiv Marbach am Neckar, dem wir hierfür zu Dank verpflichtet sind, entliehen werden.

Ergänzt wird das Lesematerial durch Bilder und Plastiken von z.B. Ludwig Meidner, Alexander von Assaulenko, Lieselotte Voellner-Gallus, Walter Rössler und Walther Ostermayer, die z. T. aus museumseigenen Beständen als auch aus anderem Museums- und Privatbesitz zur Verfügung gestellt wurden.